Bewehrungsstahl: Die neuesten Einschätzungen zum Preisfall

Deutsche Bewehrungsstahllieferanten der Bauindustrie versuchten immer verzweifelter ihre hohe Auslastung auf Kosten unrentabler Verkaufspreise aufrecht zu erhalten, berichtet Kallanish. "Überall sind Händler und Bieger in Panik Geschäft zu verlieren, zitiert der Stahldienst den leitenden Angestellten eines Biegebetriebs.

Die Spanne des Stahlpreises für Betonstahl aus nordeuropäischen Hochöfen lag Mitte November mit fallender Tendenz bei 785-830 Euro je Tonne, meldet Fastmarkets. "Geringer Verbrauch und eine abwartende Haltung der Käufer haben zu einer Preisausweitung nach unten geführt."

"Die Preise sind wieder unter Druck. Es finden relativ wenige Transaktionen statt, daher ist es schwierig, den real erzielbaren Preis zu bekommen, erfährt der Metallindustrie-Preisanbieter von einem Betonstahlhändler. Im Juni hatte die Spanne bei 1.050-1.165 Euro gelegen. Seitdem sank die Betonstahlpreisentwicklung um 300 Euro.

Feralpi in Erklärungsnot

"Bewehrungsstahl wird derzeit in Spanien zu einem Basispreis von 405 €/Tonne verkauft. Einschließlich 262 Euro/Tonne Dimensionsaufpreis und 21 Euro/Tonne Verladekosten liegen die Transaktionswerte bei 688 Euro/Tonne ab Werk", berichtet Kallanish.

"Arbeitet Riesas Stahlwerk nur noch am Wochenende? Zumindest kursiert die Behauptung in einem Sozialen Netzwerk. Das Stahlunternehmen bestätigt das nicht", meldete die Sächsischen Zeitung in einem am 31. Oktober erschienen Artikel. Man schalte das Stahlwerk allerdings ab, wenn der Strompreis zu hoch sei, heißt es in einer Stellungnahme von Feralpi.

In Polen kostete Betonstahl Mitte November 3.300-3.450 Zloty (701-732 Euro) je Tonne inklusive Lieferung. Das Preisniveau ist weiterhin merklich tiefer als in Deutschland, wo Betonstahlabnehmer im Schnitt 850 Euro bezahlen.

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