Fe-Schrottpreise und Schrottmarkt im Januar 2023

16. Januar 2023

Stahlhersteller sind händeringend auf der Suche nach EU-Schrott und importiertem Stahlschrott. Besonders begehrt ist aktuell Altschrott (E1) und Schredderstahlschrott (E40). Neuschrott (E8) gibt es zu Genüge, was erklärt, warum der Lagerverkaufspreis für selbigen im Dezember 2022 ein weiteres Mal sank.

"Deutscher Schrottmarkt erwartet Preiserhöhung inmitten einer Wiederaufstockung der Lagerbestände", meldet Kallanish. Es sei jedoch unklar, wann genau die Lageraufstockungen beginnen würden. Der Schrotthandel wolle auch die Exporte in die Türkei und nach Italien erhöhen, erfährt der Branchendienst von einem Marktteilnehmer.

Der von Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) ermittelte Lagerverkaufspreis für Stahlneuschrott (Sorten 2/8) war 329,30 Euro je Tonne im Dezember 2022. Das war 1,30 Euro weniger als im November 2022 und 125,70 Euro weniger als im Dezember 2021.

Die Stahlschrottpreise in Belgien, Niederlande und Luxemburg (Benelux) konnten in der ersten Januarwoche aufgrund eines guten Exportgeschäfts merklich anziehen. 350 Euro je Tonne zahlen die dortigen Exporteure für angelieferten Stahlschrott. Der türkische Exportpreis für homogenen Eisen- und Stahlschrott (Heavy Melting Steel, HMS 1/2) war zuletzt 414 US-Dollar cfr.

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